
Zur Entstehung der Luxemburger Marienoktave im 17. Jahrhundert
1624 – Zu den Ursprüngen der Muttergottes-Oktave : Das Gnadenbild (Objekt 1/8).
Als Pater Jaques Broquart (S.J.) am 8. Dezember 1624 mit Schülern des Jesuitenkollegs Luxemburg eine Marienstatue aus Lindenholz hinaus auf das Glacis der Festung brachte, ahnte er sicherlich nicht, daß er eine Wallfahrt begründen würde, die noch 400 Jahre später alljährlich zehntausende Pilger anzieht. 2024/2025 werfen wir den Blick zurück auf die Entstehung der Oktav der Trösterin der Betrübten und erzählen ihre Geschichte anhand verschiedener Schriftquellen und Kunstobjekte. Alle Objekte sind Teil einer Ausstellung im Lëtzebuerg City Museum, die den Titel «1624 - Aux origines du pèlerinage à Notre-Dame de Luxembourg» trägt und noch bis zum 25. Mai 2025 zu sehen ist.
Objekt 1 – Das Gnadenbild
Das 16. und 17. Jahrhundert waren Zeiten schwerer Krisen. Die Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten, zwischen Frankreich und den Habsburgern entluden sich regelmäßig in Krieg und Gewalt. Das Wetter war so schlecht, daß man heute von einer kleinen Eiszeit spricht. Die Pest griff um sich, und vielen Menschen schienen böse Kräfte am Werk, so daß sie sich eifrig an Hexenverfolgungen beteiligten. Das alles ließ das Bedürfnis nach überirdischem Beistand wachsen, in katholischen Ländern pilgerten viele zu Orten, an denen man die Gottesmutter Maria verehrte.
Das Gnadenbild der Seligen Jungfrau mit dem Jesus-Kind auf dem Arm ist seit Entstehung der Luxemburger Wallfahrt zu Maria Trösterin der Betrübten im Jahr 1624 deren Zentrum. Die Herkunft der Statue aus Lindenholz ist unbekannt; möglicherweise wurde sie erst kurz vor ihrem Auftauchen in der Kapelle des Jesuitenkollegs in der Stadt Luxemburg angefertigt. Jedenfalls befand sie sich 1613 wohl noch nicht dort. Zu dieser Zeit gab es in der Kollegskapelle eine Marien-Statue aus Eichenholz. Dieses stammte von einer Eiche in Montaigu (B), an der ein wundertätiges Gnadenbild der Seligen Jungfrau Maria befestigt gewesen war.
Das verrät uns eine Urkunde des päpstlichen Legaten Guido Kardinal Bentivoglio d’Aragona. Die Wallfahrt von Montaigu wurde durch Isabella, Statthalterin des spanischen Königs in den Spanischen Niederlanden, und deren Ehemann Albert von Habsburg sehr gefördert. Die beiden frommen Katholiken unterstützten zur Abwehr reformatorischer Strömungen die katholische Marienverehrung mit Hilfe des Ordens der Jesuiten. Von Marienstatuen bereits etablierter Wallfahrtsorte wurden Kopien angefertigt und verteilt, um neue Zentren der Marienverehrung zu schaffen. So fand 1613 das genannte Exemplar aus Montaigu seinen Weg nach Luxemburg, verschwand augenscheinlich bald schon wieder und wurde durch das noch heute existierende Gnadenbild ersetzt.
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